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KÖRPEREIGENE DROGEN

'Kennst Du das: in der Früh keine Lust aufzustehen, keine Lust auf irgendetwas. Am liebsten möchtest Du Dich den ganzen Tag unter der Decke verkriechen und von nichts und niemandem etwas hören und sehen. Also was tun, wenn die Arbeit wartet, Freundschaften gepflegt werden wollen und der Alltag auch sonst noch einige Anforderungen stellt? Wenn's draußen neblig und finster ist, verfallen viele in diese 'Winterdepression' und leiden somit unter Serotoninmangel.

Mein Angebot ist Naikido-Shiatsu. Wenn wir uns dabei näher mit all dem beschäftigen, was sich so rund um die Symptome (also gedrückte Stimmung, Lustlosigkeit, ...) in Deinem Leben abspielt, also wie die Rahmenbedingungen des Lebens derzeit aussehen, dann kannst Du einen Weg finden, um die Selbstheilungskräfte zu stärken, die die körpereigenen Drogen wieder in Gang bringen.

Zu wissen, was genau im Körper passiert (also welche körpereigenen Drogen aktiviert werden) ist Theorie. Worauf es ankommt ist die Umsetzung, und die ist manchmal erstaunlich einfach. Der folgende Artikel über das Buch "Körpereigene Drogen" von Josef Zehentbauer zum Thema Selbstheilungskräfte, bietet einen kurzen Überblick, (Der Artikel ist im WEG, Zeitschrift für alleinerziehende und getrennte Eltern, 4/03) erschienen:

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"Körpereigene Drogen sind Substanzen, die der Körper selbst produzieren kann. Die Palette der Wirkungen reicht von antriebssteigernd, antidepressiv, schmerzstillend, beruhigend, sexuell anregend, schläfrig machen bis euphorisierend. Sie haben keine negativen Nebenwirkungen und können von jeder/m ganz einfach aktiviert werden, wenn man weiß, wie.

Auch wenn das Wissen um biochemische Vorgänge im Körper - um die geht es nämlich - noch jung ist, handelt es sich bei der Anwendung von körpereigenen Drogen um uraltes Wissen.

Schon im antiken Griechenland gab es Theorien über die Wechselwirkung von Körper und Geist (Seele). Als die moderne Wissenschaft Nervenzellen und ihre Verknüpfungen, die Synapsen entdeckte, kam sie den körpereigenen Drogen schon sehr nahe. Aber ausgerechnet die Pharmaindustrie hat bei Forschungen über die Wirkung von Psychodrogen im Gehirn ganz nebenbei körpereigene schmerzstillende Stoffe (Endorphine) und angstlösende valiumähnliche Substanzen entdeckt. ....

Welche körpereigenen Drogen gibt es und wie wirken sie?

* Adrenalin bzw. Noradrenalin

Adrenalin ist die bekannteste körpereigene Leistungsdroge. Die beiden Substanzen verstärken die Muskelaktivität (um gegebenenfalls weglaufen zu können), erhöhen den Blutdruck und Herzfrequenz und ermöglichen ein hohes Ausmaß an Wachheit und Aufmerksamkeit. Zuviel Adrenalin erzeugt hingegen Angstzustände.

* Endorphine

Endorphine sind körpereigenes Opium bzw. Morphium. Sie wirken stimmungsaufhellend, schmerzhemmend, beruhigend, angstlösend und verlangsamen die Atmung. Die Wirkung zeigt sich zB bei der Geburt, wenn nur unter Endrophin-Narkose ein Dammschnitt gemacht wird und wenn Unfallverletzte bei vollem Bewußtsein relativ ruhig und schmerzfrei wirken.

* Seratonin

Seratonin ist das körpereigene Gegenstück zu Antidepressiva, nur ohne lästige Nebenwirkungen. Serotonin erzeugt eine gewisse Gleichmütigkeit und führt zu innerer Ausgeglichenheit und Ruhe. Abgesehen davon reguliert es den Schlaf. Bei Seratonin zeigt sich gut der Zusammenhang zwischen Körper und Außenwelt, denn der Körper braucht zur Bildung von Serotonin Licht. Wer sich nach einem Solariumsbesuch heiter und gelassener fühlt, kann diese Wirkung nicht nur auf schöne Urlaubserinnerungen zurückführen, die im Solarium aufgetaucht sind, sondern steht unter der Wirkung der Droge Serotonin.

* Dopamin

Dopamin ist eine Kreativitäts-Droge. Es ermöglicht Phantasie und Spontanität, unterstützt harmonische Bewegungen, bestimmt den Gesichtsausdruck und stärkt die körpereigene Immunabwehr. Vergleichbar ist die Wirkung mit einer der ältesten Drogen: Kokain.

* Acetylcholin

Acetylcholin ist eine 'Intelligenzdroge'. Es fördert die Informationsverarbeitung. Urteils- und Kritikvermögen, ermöglicht die Bildung des Gedächtnisses, steuert den Schlaf- und Wachrhythmus und regelt eigige Funktionen im vegetativen Nervensystem. Wer zuwenig Acetylcholin im Körper aufweist leidet unter Gedächtnisstörungen, Verlust der Selbstkontrolle, Unlogik und Unfähigkeit zu differenzierter Kritik.

* Endovalium

Endovalium ist körpereigenes Valium, also eine Entspannungssubstanz, die beruhigend, antiaggressiv und angstlösend wirkt. Wer es verstht, diese körpereigene Droge zu aktivieren (zB mit autogenem Training) ist nicht mehr auf Beruhigungsdrogen wie zB Alkohol und Pharmaprodukte angewiesen.

Neben diesen oben angeführten gibt es noch hunderte andere körpereigene Drogen und es werden immer wieder neue entdeckt.

Wie werden körpereigene Drogen aktiviert?

..Es ist nicht nötig zu wissen, was genau im Körper passiert, wichtig ist, dem Körper zu vertrauen und diese Techniken zu üben. Manche Übungen klingen ganz simpel, ihre Wirkung konnte aber bereits wissenschaftlich nachgewiesen werden.

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- Meditation, Yoga, Zen-Meditation
es gibt verschiedene Möglichkeiten sich selbst zu entspannen und zu innerer Ruhe zu finden, zB Musik, Tanz, bestimmte Bewegungsabläufe und Körperhaltungen. Meditation wirkt aber nicht nur beruhigend, sondern auch aktivierend und kreativitätssteigernd, weil eine Mischung mehrerer körpereigener Drogen aktiviert wird (Serotonin, Dopamin, Endorphine, Melatonin, Endovalium, körpereigene Psychedelika, Noradrenalin)

- Lerntraining
wer regelmäßig lernt und sich für Neues interessiert, produziert mehr Acetylcholin (Droge fürs Lernen und Gedächtnis) und Noradrenalin (Wachheit)

- Selbstmassage
durch Selbstmassage können die Organe angeregt werden, die Drogenproduktion zu steigern und die eigenen Körperfunktionen positiv zu beeinflussen

- Tanzen
gemeint ist ekstatisches Tanzen, von einem Fuß auf den anderen steigen reicht nicht. Tanzen führt zur Ausschüttung von Noradrenalin, Adrenalin, Endorphinen und Schilddrüsenhormonen, alles Drogen mit anregender Wirkung

- Brainstorming
Brainstorming ist ein Kreativitätstraining, bei dem die innere Zensur außer Acht gelassen wird. Jede Idee ist gleichwertig, es gibt keine dummen Antworten. Noradrenalin, Dopamin, Acetylcholin und Schilddrüsenhormone bringen die Kreativität zum Blühen

- Ausagieren
wer sich immer nur anpasst und 'zusammenreißt', hemmt die Bildung körpereigener Drogen. Das Ausagieren von momentanen Stimmungen ist ein gutes Training der eigenen Selbstheilungskräfte, denn die Botenstoffe können den Körpern wieder ins Gleichgewicht bringen. (Botenstoffe sind Substanzen, die zwischen den Nervenzellen Informationen transportieren)

... und:

- Sex
aktiviert neben Sexualhormonen gleich mehrere körpereigene Drogen mit rausch- und tranceähnlichen Wirkungen!

Das sind nur einige wenige Methoden, die aufzeigen, dass wir in der Lage sind, mit einfachen Mitteln bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten zu verändern, ohne auf von außen zugeführte Drogen wie Alkohol, Nikotin, Medikamente .. angewiesen zu sein."

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